Advent in der Galerie

Ab dem ersten Advent am 29. November 2020 können in der Galerie Preuß zahlreiche Arbeiten von mir aus allen Schaffensperioden betrachtet und erworben werden. Die letzten, noch nicht verkauften farbig expressiv gespachtelten, großen Acrylbilder mit den von Canyon- und Wüstenlandschaften inspirierten Motiven sind zu sehen neben den "Landschaften des Weserberglandes" aus den 90er Jahren, in dem ich 23 Jahre gelebt und gearbeitet habe. Viele kleine Aquarelle jüngeren Datums könnten ebenso einen Platz auf dem Gabentisch finden.

Die beliebten Kopien von Gerhard Preuß' wunderbaren Federzeichnungen im A3 Format sind auch erhältlich.

Sie sind herzlich eingeladen zum Advent in der Galerie Preuß. Viel Freude beim Schauen und Verweilen!

Bis zum 27. November 2020 konnte die Ausstellung PRIVATISIERUNG DER SONNE besucht werden.

Es wurden die gesellschaftskritischen Malereien sowie kritische kalligrafische Texte von Gerhard Preuß gezeigt.

Mit heftigen Gesten warf der Künstler schwarze Tusche auf große Formate, kleckste und verwischte die Farbe. Die Zeit um 1989 bis in die 90er Jahre beunruhigte ihn zutiefst. Die Neuordnung der Eigentumsverhältnisse machte ihn wütend, ebenso wie die Fokussierung aller Entwicklung auf Gewinnmaximierung.

Für 1 €uro kann man nach wie vor eine "Aktie an der Sonne" erhalten.

Im Sammelband sind alle Malereien farbig sowie Grafiken, Zeichnungen sowie zahlreiche kalligrafische Texte abgebildet.

Diesen können Sie auch per Mail oder telefonisch bestellen. Preis jetzt 11 €.

2. Teil der Filmdokumentation und Gespräch mit Brunhilde Hanke am 3. September      

Ein gelungener Abend zum Einstieg in die Veranstaltungsreihe "30 Jahre Deutsche Einheit- einen kritischen Blick zurück wagen" war das:

Die Galerie war zum Zwecke der Filmvorführung und des Gesprächs völlig verwandelt: Der rollbare Raumteiler war weg, der Raum verdunkelt, 22 Interessierte hatten Platz- mit Abstand-, um zunächst den ersten Teil der von Claus Dobberke geschaffenen Filmdokumentation über Brunhilde Hanke anzusehen. Die 90-Jährige wirkte stark und lebhaft, erzählte im Anschluss an den knapp 40-minütigen Film und sprach zu den Fragen aus dem Publikum. Schon beim ersten Durchgang ab 17 Uhr war zu spüren: Hier gibt es viel Gesprächsbedarf!

Die im Film klar dokumentierte Haltung von Hanke gegen den Abriss der Garnisionkirchenruine und weiterer Reste der spätbarocken Innenstadt, die beim Luftangriff am 14. April 1945 stark beschädigt worden ware, bot den Anlass für Diskussion. Und deutlich wurde, dass die wirtschaftliche und finanzielle Situation in der sowjetischen Besatzungszone eine viel schlechtere war als in den Westgebieten und Potsdam von den Bezirksstädten der DDR eine der schwierigsten wirtschaftlichen Positionen hatte. In den 60er und 70er Jahren war der Bau von Wohnungen das Hauptziel der Oberbürgermeisterin. Mit den einfachsten Möglichkeiten und Kapazitäten wurden architektonische Lösungen gefunden, so dass die Potsdamer aus den beengten und unzumutbaren sanitären Verhältnissen in die sehr schnell hochgezogenen Viertel Am Stern, Am Schlaatz und nach Waldstadt ziehen konnten. Das Geld für aufwändige Restaurierungen war einfach nicht da. So wünschenswert es gewesen wäre. 

Anne Preuß betonte am Ende der zweiten Veranstaltung, deren Diskussionsteil weit länger dauerte (dauern konnte), dass es gut und wichtig ist, kontroverse Ansichten und Bewertungen zuzulassen, in Hinblick auf die DDR-Betrachtung aber auch in Bezug auf die Wende und Nachwendezeit. Dazu möchte sie mit den Veranstaltungen in der Galerie Preuß einen Raum schaffen.

Seit dem 30.4.2020 ist die Galerie Preuß geöffnet.

Berichte über bisherige und zukünftige Veranstaltungen unter Veranstaltungen.

Die Dienstags-Conversation in English -Abende finden seit dem 12. Mai 2020 jeweils 19 Uhr statt, auch während meines Urlaubs (bis 30.7.)

Am 10. August 2020 beginnt die Veranstaltungsreihe zum 30. Tag der Deutschen Einheit. Informationen hier.

Anne Preuß

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