Ulrich  Preuß  (1960 - 2000)

 

 

  • am 9. November 1960 in Leipzig geboren

  • aufgewachsen als Zweiter von vier Geschwistern in einem naturwissenschaftlich und musisch sehr interessierten Elternhaus

  • Klavier- und Geigenunterricht an der Potsdamer Musikschule, autodidaktisches Gitarrenspiel ab 1975

  • besonderes Verhältnis zu den Parks und den Wäldern in und um Potsdam, die ihn zu ersten Schreibversuchen, Kurzgeschichten und Zeichnungen inspirierten

  • Abschluss der 10. Klasse an der POS 23 in Potsdam 1976

  • autodidaktische Malerei und Zeichnungen

  • Auftritte in Potsdam mit eigenen Liedern, Auftrittsgenehmigung

  • Lehre als Tischler bei der DEFA in Babelsberg

  • Armeedienst bei der NVA

  • Tätigkeit als Dekorateur bei der DEFA mit zahlreichen Inlandsreisen, Teilnahme an den Dreharbeiten zum Spielfilm „Der Scout“ 1982 in der Mongolischen VR

  • Auftrittsverbot 1983

  • ab 1988 freiberuflich als Schriftsteller, Theaterschaffender, Musiker und Maler

  • Heizer und Toilettenmann, um Geld zu verdienen

  • 1990 „Wer hat die Ratte Erwin umgebracht?“ im Aufbau-Verlag Berlin

  • Anlässlich des Hörspiels „Atom und Co. Beschränkte Haftung“ 1991

    Literatur-Förderpreis des Landes Brandenburg

  • 1993 Debüt mit „Wir erschlagen die zivile Luftfahrt“ als Autor und Regisseur am Hans-Otto-Theater.

  • 1994 „Zohrn“ in der Schiffbauergasse

  • 1995 „Das Lieblingsspiel“, 1996 „Gassenhauer“,

  • Uraufführung von Peter Wawerzineks „Das Fass“ unter der Regie von Ulrich Preuß.

  • 1997 MusiK-CD „Gift in Witjas- Pilots under water“

  • zweimalige Stipendiate auf Schloss Wiepersdorf

  • Frühjahr 2000 : gefeierte Inszenierung des Stückes „Steinberg“ mit den „Inchtabocatables“ und Jo Fabian als Regisseur am Hebbeltheater Berlin, Aufführung auch in München

  • 2018 „Ich erwarte den Schlag“ von Alexa Hennigs im Deutschlandfunk

 

Am Morgen des 14. Oktober 2000 starb Ulrich Stan Preuß vermutlich an Kreislaufversagen. Die Umstände zu seinem Tod konnten nie restlos aufgeklärt werden. Seine Geschwister Anne und Ekhardt verhinderten die Bestattung von Amts wegen, die eingeleitet werden sollte, da man angeblich keinerlei Adressen von Verwandten in seiner Wohnung finden konnte. Auf seinem Schreibtisch jedoch lag die Visitenkarte seines Vaters, seine Datenbank mit über 300 Einträgen, Briefe. Sein Bruder Peter war im Telefonbuch zu finden. Späte Rache der Behörden?

26 IM der Staatssicherheit hatten über Stan berichtet.

 

Ab Juni 2020 findet man Stans Grab am Gustav-Meyer-Weg des Neuen Friedhofs in Potsdam.

 

 

Anne Preuß

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